ProMädchen – Mädchenhaus Düsseldorf e.V.

Essstörungen: Präventionsarbeit mit Schülerinnen und MultiplikatorInnen

Identität und Selbstwertgefühl sind bei Mädchen häufig eng an das äußere Erscheinungsbild geknüpft. Mit Beginn der Pubertät und den damit verbundenen Veränderungen geraten viele in eine Selbstwertkrise – „schön sein“ wird zum Leistungsdruck. In diesem Alter treten die meisten Essstörungen auf. ProMädchen richtet seine Präventionsangebote daher schwerpunktmäßig an Mädchen der 6. und 7. Jahrgangsstufen von Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie Gymnasien.

Präventionsarbeit mit ganzheitlichem Anspruch: Die Projekttage an Schulen drehen sich nicht ausschließlich um die Symptome und Gefahren von Essstörungen. Vielmehr stehen die kritische Auseinandersetzung mit dem heutigen Schönheitsideal, problematisches Essverhalten und dessen Folgen (Diäten, Jo-Jo-Effekt), Schutzverhalten in schwierigen Situationen und die Selbstwertstärkung der Mädchen im Vordergrund.

Ein Ziel – unterschiedliche Methoden

Diese Themenbereiche werden in fünf Schulstunden mit ganz unterschiedlichen Methoden erarbeitet. In Rollenspielen üben die Mädchen zum Beispiel, sich gegen verbale Angriffe zu wehren und sich abzugrenzen. Neben Infos und Diskussion über Schönheitsideale haben Mädchen an diesen „Wohlfühltagen“ Raum, ihren eigenen Körper auf angenehme und positive Weise zu erleben, etwa durch gegenseitige Massage. Der absolute Favorit der Mädchen ist die Komplimente-Runde. Jede erhält von den anderen ein positives Feedback im Bezug auf Talente, Eigenschaften und Aussehen. Insgesamt werden die Mädchen in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt.

MultiplikatorInnen-Fortbildung

Mit angehenden ErzieherInnen und bei Elternabenden legt ProMädchen die Schwerpunkte auf folgende Themen:

  • Formen und Anzeichen von Essstörungen
  • Zusammenhänge zwischen der pubertären Entwicklung von Mädchen und der Anfälligkeit für Essstörungen
  • Andere Ursachen für Essstörungen
  • Erste Hilfsmöglichkeiten und Prävention