ProMädchen – Mädchenhaus Düsseldorf e.V.

Nimm´s selbst in die Hand

Das sexualpädagogische Genderprojekt „Nimm´s selbst in die Hand“ spricht sowohl Mädchen als auch Jungen an. ProMädchen arbeitet dabei nach den Grundlagen der gewaltfreien Kommunikation und setzt Interaktions- und theaterpädagogische Methoden ein.

Sexuelle Verwahrlosung? Sexuelle Selbstbestimmung? Scheinbar unbegrenzte Möglichkeiten der Entfaltung in einer scheinbar freien Welt? Wer begleitet Jugendliche auf dem Weg zur Selbstfindung auf dem Markt der Möglichkeiten – bzw. in der Realität des Unmöglichen?

In diesem sexualpädagogisch Projekt gehen Mädchen und Jungen zahlreichen brennenden Fragen auf den Grund. Unter Anleitung der Fachkräfte schaffen sie es, sich gegenseitig auf kreative Weise Rede und Antwort zu stehen.

  • Was haltet ihr von Selbstbefriedigung?
  • Ist euch Treue wichtig?
  • Wie soll euer Traum-Boy ausssehen?
  • Was findet ihr bei einem Mädchen wichtig – Aussehen oder Charakter?
  • Warum lästert ihr immer soviel?
  • Warum seid ihr alleine nett und so blöd, wenn eure Kumpels dabei sind?
  • Warum darf ein Junge alles und ein Mädchen nichts?
  • Warum darf ein Junge Sex haben, und ein Mädchen soll bis zur Hochzeit Jungfrau bleiben

Die Jugendlichen selbst sind ExpertInnen, wenn es darum geht, was das eigene Herz bewegt. Das Gender-Projekt bietet Raum für Unsicherheiten, Träume, Ängste, Fragen zum eigenen Körper, Sexualität, Freundschaft – einfach für alles rund ums Mädchen- und Jungendasein. Begleitet werden die Jungen und Mädchen wie immer von einem eingespielten Tandem-Team, das aus einer Fachfrau von ProMädchen und einem freiberuflichen Kollegen besteht, der die Jungenarbeit übernimmt.

Ziele des Projekts

Das Projekt „Nimm´s selbst in die Hand“ ermöglicht einen theoretischen und spielerischen Zugang vor allem zu folgenden Themen:

  • Pubertät
  • Körper und Körpergrenzen
  • Grenzüberschreitungen, sexualisierte Gewalt
  • Pornografiekonsum und Auswirkungen
  • Verhütung
  • Schutz vor Krankheiten, z.B. HIV, Aids
  • Liebe, Sexualität, sexuelle Orientierung, eigene Identität
  • Mädchenrollenbilder – Jungenrollenbilder
  • Stärkung des Selbstbewusstseins
  • Stärkung der Klassengemeinschaft
  • Training der Kommunikation zwischen Jungen und Mädchen im Plenum