ProMädchen – Mädchenhaus Düsseldorf e.V.

Wir sagen NEIN zu Gewalt

Die Präventions- und Aufklärungsarbeit zu den Themen Gewalt und sexualisierte Gewalt zählen zu den Schwerpunkten von ProMädchen. Unsere qualifizierten Fachkräfte bieten dazu methodisch innovative Projekte an.

Die speziell qualifizierten Fachkräfte von ProMädchen arbeiten in ihren Projekten zu den Themen Gewalt und sexualisierte Gewalt auf der Basis der konfrontativen Pädagogik. Wir konzipieren Kreativ-Projekte mit dem Schwerpunkt Theaterpädagogik und führen diese unter anderem an Schulen durch.

Zu den wesentlichen Themen zählen:

  • Grenzüberschreitungen
  • Toleranz/Intoleranz
  • Vorurteile
  • Frauenbilder
  • Sexismus
  • Pornografie
  • Sehnsüchte und Ängste
  • Lebensfreude
  • Zurecht finden in gesellschaftlicher Vielfalt
  • Umgang mit eigenen Aggressionen

Um diese Themen zu bearbeiten und den Mädchen Erkenntnisse und Handlungskompetenzen zu vermitteln, bietet ProMädchen unterschiedliche Formate an – vom Anti-Gewalt-Training über Sozialtrainings bis zu Tanz- und Theaterprojekten. Sollte es um ein Genderprojekt oder ein umfangreicheres künstlerisches Projekt gehen, muss die Finanzierung individuell abgeklärt werden.

Zudem bieten wir Informationsveranstaltungen für pädagogische Fachkräfte an.
Weitere Infos siehe Jahresbericht 2009, Jahresbericht 2013.

Schläge, Schmerzen, Schweigen: Häusliche Gewalt und Vergewaltigung – ein Tabu-Thema?

„Es ist alltäglich – eine Frau wird von ihrem Mann geschlagen. Ein Kind war „unartig“ und hört einfach nicht; es muss ebenfalls unter Gewalt leiden. Und schließlich läuft eine junge Frau nachts über die Straße und wird vergewaltigt.

Jeder guckt Gewalt förmlich zu und schaut doch irgendwie weg. Es sind nicht nur diese Klischees. Es kommt auch oft vor, dass Frauen Gewalt anwenden. Nicht nur kleine Mädchen werden vergewaltigt, auch Jungen. Über dieses Thema wird leider viel zu oft geschwiegen.

Kleinen Kindern wird ihre Kindheit gestohlen, die Erinnerung an die Gewalt und Angst prägen sie ein Leben lang. Viele können kein Vertrauen mehr in andere Personen fassen und zucken bei der kleinsten Berührung zusammen.

Menschenmassen sind für die meisten Gewaltopfer schrecklich. Die Bedrängung, die sie spüren, führt sie zurück zum Geschehenen. Kaum jemand traut sich darüber zu reden, auch wenn es das einzige ist, was einem hilft, in ein normales Leben zurückzufinden. Gewaltopfer, speziell Missbrauchsopfer denken, dass ihnen kein Glaube geschenkt wird, oder der Täter droht oft, dass man nichts sagen darf, ansonsten passieren noch schlimmere Sachen.

Gewalt kann Leben zerstören, und wenn man nicht schnell genug darauf reagiert, entstehen oft schwerwiegende Probleme in der Psyche. Somit gilt für jeden: Achtet auf Schwächere und reagiert! Die Anzeichen von Gewalt zeigen sich früh und sind nicht zu übersehen.“

L, damals 17 Jahre, im Jahr 2010